Silvester 2000/2001

Es war mal wieder soweit. Das alte Jahr hatte keinen Bock mehr auf die Menschheit und so versammelten sich wieder Dieter, Klaus, Lothar, Herbert, Norbert, Else, Gisela, Lieselotte, Petra, Penelope, Horst und all die anderen Jahre, um auszulosen, welches von ihnen als nächstes dran wäre, den Titel 2001 annehmen und innerhalb der nächsten 365 Tagen schwärzesten Depressionen verfallen sollte, verursacht durch Beherbergung des blauen Planeten.
Diese Versammlung der Jahre verlief noch bedrückender als die 999 vor ihnen, denn sowohl der Rundfunk, als auch die Printmedien hatten 2001 den Titel des millenium-einleitenden-Jahres aberkannt und 2000 verliehen, was auch nicht dadurch gelindert werden konnte, dass 2000 einen Tag länger als üblich Herberge für die völlig bekloppte Menschheit war, und 2001 somit eine längere Galgenfrist bekam.
Zwar erwähnte die ARD am 31.12.00 nebenbei, dass mit 2001 erst das neue Jahrtausend startet, aber was sind schon 2000 Jahre abendländische Zeitrechnung, Geschichte und Kultur gegen drei Nullen und einen eventuellen Computercrash .
Und wenn ein öffentlich rechtlicher heute was sagt, dann kriegt das sowieso keiner mehr mit, weil alle die RTL II News gucken...

Die einen oder anderen von euch werden sich jetzt vielleicht denken, dass ich dem Jahreswechsel selber nicht ganz so optimistisch gegenüberstand.

!Falsch!

Denn Rolli die Eule hatte Mitte Dezember bekanntgegeben, dass er seinen Geburtstg am Silvesterabend in 'nem netten Vereinsheim feiern wollte.
Zugegebenermaßen dachte ich mir zuerst, dass es ein bisschen öde werden würde, da einige Leute, wie Alex, Yppah Nomed Dennis, seine Freundin Henrike und Rollis Bruder Oli schon was Besseres vorhatten.

!Wieder Falsch!

Es wurde das geilste Silvester, dass ich bisher erlebte!

Warum?

Aufgepasst!

Den etwas aufmerksameren Besuchern unserer Seite dürfte ein Eintrag im Dongbook aufgefallen sein, in dem schon einige Zeit vor Silvester ein gewisser Terminator Andreas Thierfeld eine Metalfete in etwas größerem Stil anpries
(geplant für Anfang 2001).
Kurz vor dem Silvesterwochenende beauftragte dann eine schon etwas um die Besucherzahl bangende Eule den Huth damit mich zu beauftragen, die Leute vom besagten Metalfetenteam aus Bottrop zu seiner Feier einzuladen.
Dies tat ich dann auch am Freitagabend, allerdings ohne große Hoffnung auf eine positive Antwort, denn wer hat schon am 28.12. keine Planung für Silvester?

!Richtig. Die Bottroper!

Am 31. klingelte um kurz vor Sieben das Telefon und Andreas gab sein Kommen und das von weiteren drei bis fünf Kollegen bekannt. Prompt rief ich bei Roland an, der mir auch noch offenbarte, dass Oli doch kommen würde.
Es würde also doch noch ein geiler Abend werden.
Im Heim eingetroffen machten wir Erleuchteten auch noch die Bekanntschaft von Lolos Gefährten, welche aus Moers angereist waren.
Lolo heißt jetzt übrigens Pierre, da er seine Haare abgeschnitten hat und Frauenklamotten anzieht (letzteres war kein Scherz, na, ja, vielleicht doch).
Etwas später traf dann auch Bo inklusive Freundin Konny aus Leipzig und Kumpel Dominik ein.
Außerdem waren noch Grafschaft, Freddo und natürlich Atze, Wemser, Matthi und Huth da.

Da es ja auch Rolands Geburtstagsfeier war ließ es sich Atze wie immer nicht nehmen, sich eine total durchgeknallte Idee für die Verpackung der Geschenke auszudenken und umzusetzen.
Nachdem Matthi ein Schaf, Grafschaft und Ingensand ´nen Wal und ich Pferdebert und Pferdegert bekamen, erhielt Roland nun eine ca. einen Meter hohe Eule, bestehend aus 'nem Kasten Plato, Klopapier und anderem Kack (Kerzenleuchter, Pizzamesser, etc., also alles, was dazu gehört und das walistische Herz begehrt).



Um zwanzig nach zehn waren die Bottroper immer noch nicht da, und unsere Hoffnungen, endlich einmal auf unsere Jünger zu treffen, verminderten sich zusehends.
Um halb elf dann erwiesen sie uns doch noch die Ehre.
Andreas, Steve und Christopher hatten sich zu unserer Fete entschieden, obwohl sie keinen von uns persönlich kannten, es mehrere Alternativfeten in ihrem Umfeld gab, sie zwei Stunden vorher noch im Internet mit mehreren Freunden darüber debattierten, ob sich ein Kommen lohnen würde, und sie eine Autofahrt von vierzig Minuten in Kauf nehmen mussten.

!Zweifelsohne hatten sie sich RICHTIG entschieden!


Von da an hatte dann der Abend seinen Höhepunkt erreicht, der noch mehrere Stunden währen sollte.
Es gab nur geile Musik, beknüselte Leute, viel zu saufen und um Zwölf hieß es dann Türken von den Dächern schießen.
Kurz nach zwölf wunderte ich mich beim Böllern, dass mir andauernd Knaller vor die Füße flogen, bis mir jemand von den anderen verriet, dass da irgendwelche Spastis auf dem Nachbardach rumrannten und uns mit Scheiße zubombten.
Prompt waren dann auch einige von uns auf dem Dach und die Moerser funktionierten ihre Rohre zum Abschießen der Raketen in Bazookas um.
Das Ergebnis waren angeschwollene, blutende, angeruste Hände und verbundene Finger.
Aus Solidarität riss sich Grafschaft dann auch noch den Finger an 'nem Plato-Öffnerring auf und fuhr am nächsten Tag ins Krankenhaus.
Da die fremden Idioten auch Böller ins Vereinsheim warfen, schloss die Eule kurzerhand die Tür zu und es wurde ein Codewort vereinbart, damit unseren Kämpen der Eintritt nicht verwehrt blieb.
Zuerst schlug man „Lolo“ vor, doch dann legte man sich auf „Lolo hat kurze Haare“ fest, und nach ein paar Minuten stand ´n Haufen verkohlter Walisten vor der Tür, die „Lolo hat kurze Haare“ bölkten.

Eigentlich sollte es nur Bier und Sekt geben, aber die Bottroper müssen ihren ganzen Kofferraum mit Zeugs voll gehabt haben, denn plötzlich gab es mehrere verschiedene Sorten Wodka, Tequila, Baily´s und in Cognac eingelegte Zigarillos...

Zum Abschluss lässt sich sagen, dass es eine arschgeile Fete war, vor allem, weil viele neue lustige Leute mit uns ins neue Jahr tüddelten, wie z.B. der Oliver aus Moers, oder Christopher mit dem blauen Auge (er hatte Steve beim Counterstrike zocken gestört...).

Besten Dank noch mal für all euer Erscheinen und ´n supergeiles 2001 an euch und alle anderen Walisten da draußen!

P.S. Auf vielfachen Wunsch füge ich noch folgenden Satz hinzu:
Silvester erlebten alle Partywalisten ein göttliches Fear and Loathing in Las Vegas
(wenn ihr wisst, was ich meine...)



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